Heute gehört die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ zu den bekanntesten und wichtigsten Preisen für Gesellschaftsspiele weltweit. Jedes Jahr warten Spielefans, Familien, Verlage und Autorinnen sowie Autoren gespannt darauf, welches Brettspiel die begehrte Auszeichnung erhält. Für viele Menschen ist das rote „Spiel des Jahres“-Siegel eine Orientierungshilfe beim Kauf eines neuen Spiels. Was heute selbstverständlich erscheint, begann jedoch vergleichsweise klein.
Die erste offizielle Preisverleihung fand im Jahr 1979 statt und markierte den Beginn einer Erfolgsgeschichte, die die Brettspielwelt nachhaltig verändern sollte. Damals ahnte noch niemand, welche Bedeutung dieser Preis einmal haben würde. Ziel der Jury war es, hochwertige Gesellschaftsspiele bekannter zu machen und Familien dabei zu helfen, gute Spiele leichter zu finden. Gleichzeitig sollte das Spielen als sinnvolle Freizeitbeschäftigung gefördert werden.
Wie entstand die Idee Preisverleihung?

Bereits Ende der 1970er-Jahre stellten Spielekritiker fest, dass jedes Jahr zahlreiche neue Brettspiele erschienen. Für Familien war es schwierig zu erkennen, welche Spiele besonders gelungen waren. Anders als bei Büchern oder Filmen gab es kaum unabhängige Empfehlungen.
Mehrere Spielejournalisten und Kritiker entwickelten deshalb die Idee, einen Preis zu schaffen, der besonders empfehlenswerte Spiele auszeichnet. Aus dieser Initiative entstand 1978 der Verein Spiel des Jahres e. V.. Ziel war es nicht, möglichst komplizierte Spiele zu bewerten, sondern Spiele auszuzeichnen, die viele Menschen begeistern können und leicht zugänglich sind.
Warum war ein solcher Preis notwendig?

In den 1970er-Jahren galten Brettspiele häufig noch als Beschäftigung für Kinder. Erwachsene spielten deutlich seltener gemeinsam Gesellschaftsspiele als heute. Gleichzeitig wurden jedes Jahr immer mehr neue Spiele veröffentlicht, wodurch die Auswahl für Käuferinnen und Käufer immer unübersichtlicher wurde.
Ein unabhängiger Preis sollte Vertrauen schaffen. Familien sollten sich darauf verlassen können, dass ein ausgezeichnetes Spiel nicht nur Spaß macht, sondern auch gut gestaltet, verständlich erklärt und hochwertig produziert ist. Genau dieser Gedanke prägt den Preis bis heute.
Die erste offizielle Preisverleihung 1979
Am 6. September 1979 war es schließlich so weit. In der Volkshochschule Essen wurde erstmals offiziell der Preis „Spiel des Jahres“ verliehen. Die Veranstaltung war deutlich kleiner als die heutigen Preisverleihungen und fand im Rahmen eines Familien-Spieleabends statt. Dennoch war sie ein wichtiger Meilenstein für die deutsche Spielekultur.
Die damalige Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit, Antje Huber, überreichte den Preis persönlich. Damit erhielt die Veranstaltung bereits bei ihrer Premiere eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit.
Der erste Gewinner: Hase und Igel

Das erste Spiel, das jemals offiziell den Titel „Spiel des Jahres“ erhielt, war „Hase und Igel“ des britischen Spieleautors David Parlett, veröffentlicht beim Verlag Ravensburger.
Das Spiel basiert auf der bekannten Fabel vom Wettlauf zwischen Hase und Schildkröte. Allerdings geht es hier nicht einfach darum, möglichst schnell ins Ziel zu gelangen. Stattdessen müssen die Spieler ihre Karotten als Energie geschickt einteilen. Wer zu viele Karotten verbraucht, kommt später nicht mehr voran. Dadurch entsteht ein ungewöhnliches Strategiespiel, bei dem kluge Planung wichtiger ist als Geschwindigkeit.
Gerade dieser neue Spielmechanismus überzeugte die Jury und machte „Hase und Igel“ zu einem Meilenstein der Brettspielgeschichte.
Warum gewann gerade „Hase und Igel“?
Die Jury war besonders von der Originalität des Spiels beeindruckt. Während viele Brettspiele damals stark vom Würfelglück abhängig waren, setzte „Hase und Igel“ auf strategische Entscheidungen. Jede Bewegung musste gut geplant werden, weil die Karotten gleichzeitig als Fortbewegungsmittel und als wertvolle Ressource dienten.
Dieses neuartige Spielprinzip war damals außergewöhnlich und zeigte, dass Brettspiele deutlich mehr sein konnten als reine Glücksspiele. Viele spätere Spieleentwickler ließen sich von dieser Idee inspirieren.
Die Bedeutung für Ravensburger
Für den Verlag Ravensburger war die Auszeichnung ein großer Erfolg. Das Unternehmen war bereits lange für hochwertige Spiele bekannt, doch der neue Preis verschaffte dem Gewinner zusätzliche Aufmerksamkeit. Viele Familien entschieden sich gerade wegen der Auszeichnung für den Kauf des Spiels.
Mit den folgenden Jahren entwickelte sich das „Spiel des Jahres“-Siegel zu einem wichtigen Qualitätsmerkmal. Noch heute können ausgezeichnete Spiele ihre Verkaufszahlen durch den Gewinn deutlich steigern.
Die Reaktionen auf die erste Auszeichnung
Nach der ersten Verleihung im Jahr 1979 berichteten verschiedene Zeitungen und Fachzeitschriften über den neuen Spielepreis. Zwar war die Veranstaltung noch deutlich kleiner als heutige Preisverleihungen, dennoch sorgte sie für Aufmerksamkeit innerhalb der Spielebranche. Vor allem Familien freuten sich darüber, nun eine unabhängige Empfehlung für gute Gesellschaftsspiele zu erhalten.
Auch viele Händler bemerkten schnell, dass ausgezeichnete Spiele häufiger nachgefragt wurden. Das rote Siegel entwickelte sich in den folgenden Jahren immer mehr zu einem Zeichen für Qualität. Dadurch konnten Käufer leichter erkennen, welche Spiele von einer unabhängigen Jury empfohlen wurden.
Wie sich der Preis weiterentwickelte
In den Jahren nach der ersten Preisverleihung gewann die Auszeichnung immer mehr an Bedeutung. Immer mehr Spieleverlage wollten ein Spiel veröffentlichen, das gute Chancen auf den Titel „Spiel des Jahres“ hatte. Dadurch entstanden zahlreiche innovative Ideen und völlig neue Spielmechaniken.
Während anfangs vor allem klassische Familienspiele ausgezeichnet wurden, entwickelte sich der Brettspielmarkt immer weiter. Neue Genres entstanden, die Spielregeln wurden abwechslungsreicher und die Gestaltung der Spiele hochwertiger. Heute erscheinen jedes Jahr Hunderte neuer Gesellschaftsspiele, aus denen die Jury ihre Favoriten auswählt.
Die Arbeit der Jury
Die Jury besteht aus unabhängigen Spielekritikerinnen und Spielekritikern. Sie testen jedes Jahr eine große Anzahl neuer Brett- und Kartenspiele. Dabei achten sie auf verschiedene Kriterien wie verständliche Regeln, Spielspaß, Gestaltung, Materialqualität und Originalität.
Ein ausgezeichnetes Spiel soll möglichst viele Menschen begeistern können. Deshalb bewertet die Jury nicht nur erfahrene Spielerinnen und Spieler, sondern achtet besonders darauf, ob Familien, Kinder oder Gelegenheitsspieler leicht in das Spiel einsteigen können.
Die Jury arbeitet unabhängig von den Spieleverlagen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass ausschließlich die Qualität der Spiele über die Auszeichnung entscheidet.
Warum das rote Siegel so bekannt wurde
Heute kennen viele Menschen das rote „Spiel des Jahres“-Siegel, auch wenn sie selbst nur gelegentlich Brettspiele spielen. Der Grund dafür liegt in der hohen Glaubwürdigkeit der Auszeichnung.
Wer im Spielwarenladen oder online ein Spiel mit diesem Siegel entdeckt, kann davon ausgehen, dass es zuvor intensiv getestet wurde. Für viele Familien ist die Auszeichnung deshalb eine wichtige Entscheidungshilfe beim Kauf eines neuen Spiels.
Dadurch profitieren nicht nur die Käuferinnen und Käufer, sondern auch die ausgezeichneten Verlage und Spieleautorinnen beziehungsweise Spieleautoren.
Der Einfluss auf die Brettspielbranche
Die Einführung des Preises hatte langfristige Auswirkungen auf die gesamte Brettspielwelt. Viele Verlage investierten stärker in neue Ideen und hochwertige Produktionen. Gleichzeitig erhielten Spieleautorinnen und Spieleautoren mehr Aufmerksamkeit als zuvor.
Vor der Einführung des Preises standen meist die Verlage im Mittelpunkt. Heute interessieren sich viele Brettspielfans auch dafür, wer ein Spiel entwickelt hat. Erfolgreiche Autoren genießen inzwischen ein hohes Ansehen innerhalb der internationalen Spieleszene.
Internationale Bedeutung
Obwohl der Preis ursprünglich in Deutschland entstand, wurde er schon nach wenigen Jahren auch international bekannt. Viele ausgezeichnete Spiele wurden anschließend in zahlreiche Sprachen übersetzt und in vielen Ländern veröffentlicht.
Deutschland entwickelte sich dadurch zu einem der wichtigsten Standorte für moderne Brettspiele. Internationale Verlage beobachten jedes Jahr genau, welche Spiele nominiert oder ausgezeichnet werden.
Die Bedeutung für Familien
Ein Ziel der ersten Jury war es, Familien wieder häufiger gemeinsam an einen Tisch zu bringen. Gesellschaftsspiele fördern das gemeinsame Erleben und schaffen Gelegenheiten, miteinander zu lachen, nachzudenken und Zeit miteinander zu verbringen.
Gerade in einer Zeit, in der digitale Medien immer wichtiger werden, bieten Brettspiele vielen Familien eine Möglichkeit, bewusst Zeit ohne Smartphone oder Computer zu verbringen.
Auch deshalb besitzt der Preis bis heute eine besondere Bedeutung.
Zeitleiste
| Jahr | Ereignis | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1978 | Gründung des Vereins „Spiel des Jahres e. V.“ | Schaffung einer unabhängigen Jury für Gesellschaftsspiele |
| 1979 | Erste Preisverleihung | Beginn einer der wichtigsten Auszeichnungen für Brettspiele |
| 1979 | „Hase und Igel“ gewinnt | Erstes offizielles „Spiel des Jahres“ |
| 1980er Jahre | Steigende Bekanntheit | Das rote Siegel entwickelt sich zum Qualitätssymbol |
| Heute | Internationale Bedeutung | Millionen Menschen orientieren sich jedes Jahr an der Auszeichnung |
Interessante Fakten
Viele Menschen glauben, dass der Preis nur für Kinder gedacht ist. Tatsächlich richtet sich die Auszeichnung hauptsächlich an Familien und Gelegenheitsspieler jeden Alters.
Jedes Jahr testet die Jury eine sehr große Anzahl neuer Spiele. Nur wenige davon schaffen es schließlich auf die Empfehlungsliste oder erhalten sogar eine Nominierung.
Das bekannte rote Siegel gehört inzwischen zu den bekanntesten Qualitätszeichen der Brettspielwelt und beeinflusst häufig die Verkaufszahlen der ausgezeichneten Spiele.
Deutschland gilt heute als eines der wichtigsten Länder für moderne Gesellschaftsspiele. Zahlreiche erfolgreiche Spiele stammen von deutschen Autorinnen und Autoren oder werden zuerst auf dem deutschen Markt veröffentlicht.
Fazit Preisverleihung
Die erste Preisverleihung „Spiel des Jahres“ im Jahr 1979 war ein wichtiger Meilenstein für die Geschichte der Brettspiele. Was als Initiative einiger Spielekritiker begann, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer international anerkannten Auszeichnung.
Mit „Hase und Igel“ wurde erstmals ein Spiel ausgezeichnet, das durch innovative Ideen, verständliche Regeln und hohen Spielspaß überzeugte. Gleichzeitig setzte die Jury ein Zeichen dafür, dass Brettspiele weit mehr sein können als reine Unterhaltung. Sie fördern Kommunikation, gemeinsames Erleben und strategisches Denken.
Heute gilt das rote „Spiel des Jahres“-Siegel weltweit als Symbol für Qualität. Jedes Jahr warten Millionen Brettspielfans gespannt auf die Bekanntgabe der Gewinner. Die erste Preisverleihung im Jahr 1979 legte damit den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert.
Was ist „Spiel des Jahres“ Preisverleihung?
„Spiel des Jahres“ ist die bekannteste und bedeutendste Auszeichnung für Gesellschaftsspiele im deutschsprachigen Raum und genießt auch international ein hohes Ansehen. Der Preis wird seit 1979 jedes Jahr vom Verein Spiel des Jahres e. V. vergeben. Ziel der Auszeichnung ist es, besonders gelungene Brett- und Kartenspiele hervorzuheben und Verbraucherinnen sowie Verbrauchern eine verlässliche Orientierung beim Kauf neuer Spiele zu bieten.
Die Jury bewertet dabei nicht nur den Spielspaß, sondern auch viele weitere Kriterien. Dazu gehören unter anderem die Verständlichkeit der Spielregeln, die Qualität des Spielmaterials, die Gestaltung, die Originalität der Spielidee und die Frage, ob das Spiel für die jeweilige Zielgruppe geeignet ist. Ein Spiel, das die Auszeichnung erhält, gilt als besonders empfehlenswert und gewinnt häufig schnell an Bekanntheit.
Heute gehört das rote „Spiel des Jahres“-Siegel zu den bekanntesten Qualitätssiegeln der Brettspielwelt. Viele Familien achten gezielt auf diese Auszeichnung, wenn sie ein neues Gesellschaftsspiel kaufen möchten.
Welches Spiel gewann 1979 als erstes?
Der erste Gewinner der Auszeichnung „Spiel des Jahres“ war 1979 das Brettspiel „Hase und Igel“ des britischen Spieleautors David Parlett, das beim Ravensburger Verlag erschien. Das Spiel basiert lose auf der bekannten Fabel vom Wettlauf zwischen Hase und Schildkröte, entwickelt daraus jedoch ein völlig eigenes Spielkonzept.
Besonders innovativ war damals die Idee, dass die Spieler ihre Karotten als eine Art Energie einsetzen mussten. Jede Bewegung kostete Karotten, weshalb nicht einfach der schnellste Spieler gewann. Stattdessen mussten alle ihre Ressourcen sorgfältig planen und strategisch einsetzen. Dieses ungewöhnliche Spielprinzip unterschied sich deutlich von vielen anderen Brettspielen der damaligen Zeit, die häufig stark vom Würfelglück abhängig waren.
Mit seinem Sieg setzte „Hase und Igel“ einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte moderner Brettspiele. Noch heute gilt es als Klassiker und als eines der einflussreichsten Strategiespiele seiner Zeit.
Warum wurde der Preis eingeführt?
Ende der 1970er-Jahre erschienen immer mehr neue Gesellschaftsspiele auf dem Markt. Für Familien und Käufer wurde es zunehmend schwieriger zu erkennen, welche Spiele wirklich hochwertig waren und langfristig Spaß machten. Werbung und bunte Verpackungen allein sagten wenig über die tatsächliche Qualität eines Spiels aus.
Aus diesem Grund beschlossen mehrere Spielekritiker und Journalisten, einen unabhängigen Preis ins Leben zu rufen. Ziel war es, besonders gelungene Spiele auszuzeichnen und den Menschen eine vertrauenswürdige Empfehlung zu geben. Gleichzeitig sollte das gemeinsame Spielen innerhalb der Familien gefördert werden.
Der Preis sollte außerdem zeigen, dass Brettspiele weit mehr sein können als reine Unterhaltung. Sie fördern Kommunikation, Konzentration, logisches Denken, Kreativität und das gemeinsame Erleben. Diese Grundidee prägt die Auszeichnung bis heute.
Wer entscheidet über den Gewinner?
Über die Vergabe des Titels entscheidet eine unabhängige Jury aus erfahrenen Spielekritikerinnen und Spielekritikern. Die Jurymitglieder beschäftigen sich beruflich mit Gesellschaftsspielen und testen jedes Jahr eine sehr große Anzahl neuer Veröffentlichungen.
Während des gesamten Jahres spielen sie die Neuheiten mehrfach in unterschiedlichen Gruppen und bewerten dabei zahlreiche Kriterien. Dazu gehören unter anderem der Spielspaß, die Originalität der Idee, die Qualität der Spielanleitung, die Gestaltung des Materials sowie die Frage, ob das Spiel seine Zielgruppe überzeugt.
Da die Jury unabhängig arbeitet, lassen sich ihre Entscheidungen nicht von Spieleverlagen beeinflussen. Genau diese Unabhängigkeit trägt wesentlich dazu bei, dass das „Spiel des Jahres“-Siegel weltweit ein hohes Ansehen genießt.
Warum ist das rote Siegel so wichtig?
Das rote „Spiel des Jahres“-Siegel gilt heute als eines der bekanntesten Qualitätssiegel für Gesellschaftsspiele weltweit. Viele Käufer verlassen sich darauf, weil sie wissen, dass ausgezeichnete Spiele zuvor intensiv getestet wurden.
Für Familien bedeutet das Siegel eine große Erleichterung bei der Auswahl. Statt aus Hunderten Neuerscheinungen wählen zu müssen, können sie sich an den Empfehlungen der Jury orientieren. Dadurch sinkt das Risiko, ein Spiel zu kaufen, das wenig Spaß macht oder schlecht erklärt ist.
Auch für die Spieleverlage besitzt das Siegel einen hohen Wert. Ein ausgezeichnetes Spiel verkauft sich häufig deutlich besser als zuvor. In vielen Fällen steigen die Verkaufszahlen nach der Preisverleihung innerhalb kurzer Zeit erheblich. Deshalb gilt der Gewinn des Titels für Autorinnen, Autoren und Verlage als eine der größten Auszeichnungen der Branche.
Hat die Auszeichnung internationale Bedeutung?
Obwohl der Preis ursprünglich in Deutschland gegründet wurde, besitzt er inzwischen weltweite Bedeutung. Zahlreiche ausgezeichnete Spiele werden nach ihrem Erfolg in Deutschland in viele verschiedene Sprachen übersetzt und anschließend international veröffentlicht.
Viele Verlage aus Europa, Nordamerika und Asien beobachten jedes Jahr genau, welche Spiele nominiert oder ausgezeichnet werden. Der Gewinn des Titels kann den internationalen Erfolg eines Spiels erheblich steigern.
Deutschland gilt heute als eines der wichtigsten Länder für moderne Brettspiele. Dazu hat die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ maßgeblich beigetragen. Viele Spiele, die heute weltweit bekannt sind, wurden zunächst durch diese Auszeichnung einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt.
Welche Bedeutung hatte die erste Preisverleihung?
Die erste Preisverleihung am 6. September 1979 war weit mehr als nur die Ehrung eines einzelnen Brettspiels. Sie markierte den Beginn einer Entwicklung, die den gesamten Brettspielmarkt nachhaltig verändern sollte.
Mit der Auszeichnung wurde erstmals ein unabhängiger Qualitätsmaßstab geschaffen. Familien erhielten eine Orientierung beim Kauf neuer Spiele, während Autorinnen, Autoren und Verlage einen zusätzlichen Anreiz bekamen, kreative und hochwertige Spiele zu entwickeln.
Heute, viele Jahrzehnte später, gilt die erste Preisverleihung als historischer Meilenstein der Brettspielgeschichte. Ohne sie hätte sich der Markt vermutlich deutlich anders entwickelt. Das rote „Spiel des Jahres“-Siegel ist mittlerweile weltweit bekannt und steht für Qualität, Innovation und ausgezeichneten Spielspaß.
Welche Auswirkungen hatte die Auszeichnung auf die Brettspielbranche?
Die Einführung des Preises veränderte die gesamte Brettspielbranche nachhaltig. Viele Verlage begannen, stärker in neue Spielideen, hochwertige Materialien und verständliche Spielanleitungen zu investieren. Gleichzeitig erhielten Spieleautorinnen und Spieleautoren deutlich mehr Aufmerksamkeit als zuvor.
Auch der Wettbewerb unter den Verlagen nahm zu. Jedes Jahr erscheinen mittlerweile Hunderte neue Brettspiele, von denen viele hoffen, eine Empfehlung oder sogar den Titel „Spiel des Jahres“ zu erhalten. Dadurch profitieren letztlich auch die Spielerinnen und Spieler, denn die Qualität moderner Gesellschaftsspiele ist heute höher denn je.
Warum ist „Spiel des Jahres“ auch heute noch so wichtig?
Obwohl sich die Spielewelt seit 1979 stark verändert hat, besitzt die Auszeichnung bis heute eine große Bedeutung. Jedes Jahr erscheinen zahlreiche neue Brettspiele, sodass viele Käufer ohne Empfehlungen schnell den Überblick verlieren würden.
Das „Spiel des Jahres“-Siegel hilft dabei, besonders gelungene Spiele zu entdecken und erleichtert die Kaufentscheidung. Gleichzeitig fördert die Auszeichnung weiterhin das gemeinsame Spielen mit Familie und Freunden. Gerade in einer Zeit, in der digitale Medien einen großen Teil des Alltags einnehmen, schaffen Brettspiele wertvolle gemeinsame Erlebnisse am Tisch.
Aus diesen Gründen gilt „Spiel des Jahres“ auch mehr als vier Jahrzehnte nach der ersten Preisverleihung noch immer als die wichtigste Auszeichnung für Gesellschaftsspiele im deutschsprachigen Raum und als eine der angesehensten weltweit.