Eine Selbstsperre ist extrem wichtig in Online Casinos! Aber warum ist das so und welche Optionen hat man?
Der Selbstausschluss und die 24 Stundensperre erklärt: Die neuen deutschen Regelungen für die online und offline Casinobranche bringen mit sich viele Veränderungen für sowohl die Anbieter als auch die Kunden. Darunter auch Optionen, die die Selbstsperre für Kunden erleichtert, deshalb finden Kunden bei online Casinos mit deutscher Lizenz nun einen sog. Panikbutton. Mit diesem können sich Kunden mit nur einem Klick für 24 Stunden sperren lassen. In unserem Beitrag erklären wir Ihnen genau, was es mit der neuen Regelung auf sich hat und wie diese in das neue OASIS System integriert ist.
Online Casinos ohne Selbstsperre und 24 Stunden Ausschluss
Was ist ein Selbstausschluss?

Bei einem Selbstausschluss beantragt der Kunde einen Ausschluss vom Glückspiel, bei der zentralen OASIS-Sperrdatei. Dabei muss der Kunde bei einer Selbstsperre keine Gründe oder Beweise für den Grund der Sperre angeben. Bei einer Fremdsperre muss der Vorwurf mit entsprechenden Beweisen untermauert werden. Beweise sind dabei Verdacht auf Spielsucht sein, eine nachweisliche Verschuldung des Spielers, der Spieler tätigt Einsätze, die deutlich über seinem Vermögen liegen und weitere triftige und vor allem nachweisbare Gründe. Die Mindestdauer eines beantragten Selbstausschluss ist ein Monat.
Nicht nur online Casinos mit deutscher Lizenz setzen auf einen Panikbutton, also eine Selbstsperre für 24 Stunden und einem Reality Check, da es sich um eines der besten Mittel handelt, mit der man den Spielerschutz erhöhen kann. Zumal sich beide Features nicht direkt auf das Spielerlebnis auswirken.
Der Panik-Button wurde eingeführt, damit Kunden je nach Bedarf für 24 Stunden gesperrt werden können. Dieser Button muss auf der Seite immer gut sichtbar sein. Beachten Sie jedoch, dass Sperren sofort ausgelöst werden und weder der Spieler- noch der Kundensupport beendet werden können.
Der Realitätscheck besagt, dass Spieler in online Casinos mit deutscher Lizenz nach einer Stunde Spielzeit eine 5-minütige Pause einlegen müssen. Damit soll verhindert werden, dass Kunden Opfer von einem „Binge“ werden und die Kontrolle über Ihr Spielverhalten verlieren. Eine 5-minütige Pause ermöglicht es den Kunden, darüber nachzudenken, ob sie das Spiel fortsetzen oder eine längere Pause einlegen möchten. Viele online Casinos haben in den letzten Jahren eine entsprechende Funktion ganz ohne den Einfluss der neuen deutschen Regeln eingeführt.
An dieser Funktion gibt es nur wenige Kritikpunkte. Nur eine Handvoll verstreuter Zeitschriften erwähnte die Selbstbestimmung des Spielers noch einmal, konnte aber keine stichhaltigen Argumente vorbringen. Die Wirksamkeit dieser Mittel wird durch ihre weite Verbreitung und Einführung in online Casinos ohne deutsche Lizenz weiter bestätigt.
Das OASIS System erklärt

OASIS steht für „Onlineabfrage Spielerstatus“, aber die Frage, wer oder was hinter diesem System steckt, bleibt unbeantwortet. OASIS wird vom Regierungspräsidium Darmstadt unterstützt, dass das zentrale elektronische Register aller Spieler in deutschen online Casinos verwaltet. Damit können Spielautomaten online Casinos und Wettbüros auf unterschiedliche Spielerdaten zugreifen und deren jeweiligen Sperrstatus abfragen. Bei dieser Abfrage spielt es keine Rolle, aus welchem Bundesland der Kunde stammt und in welchem Spiel oder für welches Produkt das Verbot ausgesprochen wurde. Anbieter sind gesetzlich verpflichtet, diese Abfrage bei der Registrierung zu stellen. Wenn der Kunde in der OASIS Blockdatei aufgeführt ist, muss der Zugriff auf das Angebot verweigert werden.
Das System garantiert dabei den Datenschutz der Kunden, in dem man sich der DSGVO verschreibt und die Kundendateien nur mit den Anbietern teilt. Das ist auch wichtig den in der Sperrdatei werden der Wohnort, Name und Geburtsdatum des Kunden benötigt. Sperren können sowohl vom Kunden selbst als auch von Dritten beantragt werden, wenn es einen begründeten Verdacht für fragwürdiges Verhalten gibt. Die Dauer der Sperre hängt dabei auch von der Bewertung des Regierungspräsidiums in Darmstadt ab. Dabei gilt aber auch, das eine Selbstsperre für mindestens einen Monat gilt und eine Fremdsperre gilt eine Mindestdauer von drei Monaten.
Damit Anbieter bei der OASIS Sperrdatei teilnehmen können, müssen diese einen formalen Antrag beim Regierungspräsidium stellen. Diese Behörde entscheidet außerdem über die Vergabe von deutschen Lizenzen, dabei ist es natürlich zentral, dass die Anbindung an die OASIS Sperrdatei gegeben ist.
Ja, das ist natürlich möglich, wenn man sich für ein online Casino ohne deutsche Lizenz entscheidet. Diese online Casinos sind nicht dazu verpflichtet, eine solche Funktion anzubieten, dafür muss man nicht einmal zu nicht lizenzierten Websites gehen. Anbieter mit internationalen Lizenzen aus EU-Ländern (wie dem niederländischen Überseegebiet Curacao oder Malta) müssen nicht am OASIS System teilnehmen und damit auch keinen Panikbutton auf der Webseite anbieten. Anbieter aus anderen EU-Staaten verweisen auf die sogenannte EU-Dienstleistungsfreiheit.
Die Verordnung bedeutet, dass Dienstleister innerhalb der EU die oben genannten Dienste in jedem Mitgliedsstaat anbieten können müssen. An dieser Stelle möchten wir jedoch darauf hinweisen, dass die Frage der Zulässigkeit dieses Angebots noch nicht abschließend geklärt ist und sich derzeit mehrere Gerichte damit befassen. Vor einer Registrierung solltest du dich also unbedingt über die aktuelle Rechtslage informieren, da sich diese schnell ändern könnte.
Allerdings gilt das die meisten Anbietern auf Curaçao oder Malta trotz ihres Verzichts auf ein OASIS System und Panikbutton immer noch strengen Regularien unterworfen sind. Außerdem stehen hinter den online Casinos ohne Panikbutton in der Regel seriöse Anbieter, wenn diese in der EU lizenziert sind. Als Faustregel empfehlen wir dir immer zu überprüfen, ob eine Möglichkeit zur Selbstsperre besteht. Seriöse online Casinos bieten ihren Kunden die Möglichkeit, sich per Button, Link auf der Webseite oder durch Kontaktaufnahme mit dem Kundenservice selbst zu sperren. Wenn dein ausgewähltes Casino diese Möglichkeit nicht bietet, dann raten wir dir von der Registrierung ab.
Wie kann man eine Selbstsperrung aufheben?

Zuerst einmal wollen wir darauf hinweisen, dass man eine 24 Stundensperrung nicht vorzeitig aufheben kann. Du wirst in aller Regel auch nicht noch einmal gefragt, ob du die Sperre bestätigen möchtest, in den meisten Fällen löst die Sperre mit dem Betätigen des Panikbuttons sofort aus. Außerdem werden alle Sperren im OASIS System genau geprüft, hiervon sind natürlich die Selbstsperren ausgenommen, da man diese ohne Gründe beantragen kann.
Natürlich führt eine einfache Behauptung nicht zu einer Sperrung, es müssen Anhaltspunkte für eine Drohung vorliegen. Beweismittel sind Spielsucht- oder Depressionsdiagnosen, Zeugenaussagen zur Beobachtung verdächtigen Verhaltens, amtliche Beweismittel wie Pfändungsbescheide oder Privatinsolvenzanzeigen und Schuldscheindarlehen, Kreditkündigungen oder Mahnungen. Aufgrund dieser Möglichkeiten können auch Angehörige von Betroffenen eine einstweilige Verfügung beantragen.
Die Dauer einer Sperrung hängt von der Art des Antrags und der erteilten Sperre ab. Die Mindestdauer für eine unbefristete Sperre beträgt ein Jahr. Wenn der Spieler beschließt, einen Selbstausschluss zu beantragen, kann die Länge in seinem eigenen Ermessen liegen. Alle Spieler, die eine Sperre beantragen, werden jedoch für mindestens drei Monate vom Glücksspiel ausgeschlossen. Auch ein Antrag auf Aufhebung des Verbots kann erst nach Ablauf dieser drei Monate gestellt werden.
| Thema | Ausführliche Erklärung |
|---|---|
| Kann eine 24-Stunden-Sperrung vorzeitig aufgehoben werden? | Nein. Eine 24-Stunden-Sperre kann grundsätzlich nicht vorzeitig beendet werden. Sie bleibt bis zum Ablauf der vollen 24 Stunden aktiv. Weder der Spieler noch der Anbieter haben die Möglichkeit, diese Sperre während der Laufzeit aufzuheben. |
| Auslösung der 24-Stunden-Sperrung | In den meisten Fällen wird die Sperre unmittelbar nach dem Betätigen des sogenannten Panikbuttons aktiviert. Eine zusätzliche Sicherheitsabfrage oder Bestätigung erfolgt in der Regel nicht. Deshalb sollte der Button nur genutzt werden, wenn tatsächlich eine sofortige Spielpause gewünscht ist. |
| Prüfung einer OASIS-Sperrung | Fremdsperren werden von der zuständigen Behörde sorgfältig geprüft. Dabei wird kontrolliert, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Sperre erfüllt sind. Selbstsperren werden hingegen ohne weitere Nachweise eingetragen, da jeder Spieler freiwillig den Wunsch äußern kann, sich selbst vom Glücksspiel auszuschließen. |
| Reicht eine bloße Behauptung für eine Fremdsperrung aus? | Nein. Eine einfache Behauptung oder Vermutung genügt nicht. Für eine Fremdsperre müssen nachvollziehbare Tatsachen oder Belege vorliegen, die auf eine Glücksspielgefährdung oder Überschuldung hinweisen. |
| Mögliche Beweismittel für eine Fremdsperrung | Als Nachweise können beispielsweise ärztliche Diagnosen einer Glücksspielsucht oder Depression, Aussagen von Angehörigen oder Zeugen über auffälliges Spielverhalten, amtliche Dokumente wie Pfändungsbeschlüsse oder Nachweise einer Privatinsolvenz dienen. Auch Kreditkündigungen, Mahnbescheide, Schuldenaufstellungen oder Darlehensverträge können berücksichtigt werden. |
| Wer kann eine Fremdsperre beantragen? | Neben Glücksspielanbietern können unter bestimmten Voraussetzungen auch Angehörige oder andere Personen, die eine Gefährdung glaubhaft machen können, eine Fremdsperre anregen. Die endgültige Entscheidung erfolgt jedoch nach Prüfung durch die zuständige Stelle. |
| Dauer einer Selbstsperrung | Die Mindestdauer einer Selbstsperre beträgt drei Monate. Während dieser Zeit ist eine Aufhebung ausgeschlossen. Erst nach Ablauf der Mindestfrist kann ein Antrag auf Entsperrung gestellt werden. |
| Dauer einer unbefristeten Sperrung | Eine unbefristete Sperre gilt mindestens ein Jahr. Erst nach Ablauf dieses Zeitraums kann eine Aufhebung beantragt werden. Die Sperre endet nicht automatisch, sondern bleibt bestehen, bis ein erfolgreicher Entsperrungsantrag gestellt und bewilligt wurde. |
| Entscheidet der Spieler selbst über die Sperrdauer? | Bei einer Selbstsperre entscheidet der Spieler grundsätzlich freiwillig über den Antrag. Die gesetzlichen Mindestfristen müssen jedoch eingehalten werden. Eine kürzere Sperrdauer als drei Monate ist nicht möglich. |
| Wann kann ein Entsperrungsantrag gestellt werden? | Ein Antrag auf Aufhebung der Sperre kann erst nach Ablauf der jeweiligen gesetzlichen Mindestdauer gestellt werden. Die Entsperrung erfolgt nicht automatisch, sondern muss ausdrücklich beantragt und geprüft werden. |
| Automatische Aufhebung der Sperrung | Nein. Auch nach Ablauf der Mindestfrist bleibt die Sperre bestehen, solange kein erfolgreicher Antrag auf Aufhebung gestellt wurde. Ohne Antrag bleibt der Eintrag im OASIS-System aktiv. |
| Auswirkungen einer aktiven OASIS-Sperrung | Während einer aktiven Sperre ist die Teilnahme an legalen Glücksspielen, die an das OASIS-System angeschlossen sind, nicht möglich. Dies betrifft unter anderem Spielbanken, Spielhallen sowie lizenzierte Online-Casinos und Sportwettenanbieter in Deutschland. |
| Zweck der OASIS-Sperrung | Das Ziel der Sperre ist der Schutz von Spielern vor den finanziellen, gesundheitlichen und sozialen Folgen problematischen Spielverhaltens. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass gefährdete Personen trotz bestehender Risiken weiterhin an Glücksspielen teilnehmen können. |
| Wichtiger Hinweis | Die gesetzlichen Regelungen zur OASIS-Spielersperre ergeben sich insbesondere aus dem Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV). Die zuständigen Behörden prüfen jeden Antrag nach den geltenden gesetzlichen Vorgaben. |

Neben dem Panikbutton kommen natürlich auch noch weitere Regeln auf deutsche Spieler zu, sollten diese sich für ein hierzulande lizenziertes Casino entscheiden. Ein Teil dieser Regeln haben wir hier für dich noch einmal kurz zusammengestellt.
1.000 € pro Monat und dann ist Schluss?
Mit den neuen Regelungen für online Casinos die eine deutsche Lizenz anstreben wurde auch eine monatliche Einzahlungsgrenze von 1.000 € eingeführt. Du kannst also pro Monat nur 1.000 € in den unterschiedlichen online Casinos einzahlen. Dabei ist wichtig das diese Regelung anbieterübergreifend gilt. Es ist also egal um 1.000 € bei einem Casino oder auf mehrere verteilt eingezahlt hast, sobald diese Grenze erreicht ist kannst du kein weiteres Geld einzahlen. Diese Regelung wird durch ein zentrales Register überwacht, bei dem sich alle Spieler automatisch mit der Registrierung eintragen.
Der Einsatz ist auf 1 € beschränkt
Neben den Limits für Einzahlung werden auch die Einsätze in online Casinos mit deutscher Lizenz beschränkt. So kann pro Spielrunde maximal 1 € gesetzt werden, damit soll vor allem verhindert werden das Kunden innerhalb kurzer Zeit große Mengen an Geld verlieren. Diese Regelung wird allerdings am Großteil der Spieler vorbeigehen und eher direkt auf die High Roller abzielen. Dabei wird auch hier die Kritik laut das es in die Eigenverantwortung der Spieler eingreift.
Die 5-Sekunden Regel genauer erklärt
Die 5-Sekunden-Regel für Online-Casinos ist eine der neuen Bestimmungen des Nationalen Glücksspielvertrags, der ab Juli 2021 in Kraft tritt. Die 5-Sekunden-Regel ist kein allgemeiner Fachbegriff in der Online-Glücksspielbranche, sondern ein Begriff, der im GlüStV zu finden ist. Dies ist also eine deutsche Spezialität in der Welt der Online-Casinos. Die Regelung selbst besagt, dass die Spielzeit jedes Automatenspiels, das heißt jeder Spin des Kunden, mindestens 5 Sekunden betragen muss.
Die meisten Automaten erfüllen diese Regelung schon heute und sind damit auf dem Papier gut auf die 5-Sekunden Regel vorbereitet. Allerdings führt diese Regel auch dazu das einige Features von Slots in deutschen Casinos nicht erlaubt sind. Kritiker fürchten deshalb ein Verlust des Spielspaßes. Befürwortet hingegen stellen vor allem den erhöhten Spielerschutz in den Vordergrund.
Das Ende der Automaten mit Autoplay Feature
Neben der 5-Sekunden Regel wurde außerdem eingeführt das alles Spins manuell zu starten sind. Dadurch ist das beliebte Autoplay Feature in online Casinos mit einer deutschen Lizenz untersagt. Hierbei wurde vor allem der Kontrollverlust, den ein solches Feature nach sich ziehen kann als Grund für das Verbot angegeben. Im selben Atemzug wurde Spielern bei deutschen Anbietern auch untersagt gleichzeitig an mehreren Automaten zu spielen. Diese Regelung soll durch das zentrale Register überprüft und umgesetzt werden.
Der Spielerschutz wird besser das System ist aber noch ausbaufähig
Zwar hilft das System der Selbstsperrung und des Panikbuttons den Spielerschutz in Deutschland zu erhöhen allerdings ist das OASIS System dahinter noch ausbaufähig. Auch die anderen Einschränkungen die mit dem erhöhten Spielerschutz einhergehen stoßen vielen Spielern sauer auf. Hier muss die Zukunft zeigen wie viel Vor- und Nachteile die neuen Regeln bringen.
Fazit
Die OASIS-Spielersperre ist ein wichtiger Bestandteil des Spielerschutzes in Deutschland. Sie soll Menschen mit problematischem Spielverhalten vor finanziellen und persönlichen Folgen schützen und gilt anbieterübergreifend für alle angeschlossenen Glücksspielanbieter.
Da Sperren gesetzlichen Mindestlaufzeiten unterliegen und nicht vorzeitig aufgehoben werden können, sollten Spieler ihre Entscheidung sorgfältig treffen. Gleichzeitig werden Fremdsperren nur nach einer gründlichen Prüfung und auf Grundlage entsprechender Nachweise ausgesprochen. Insgesamt bietet das OASIS-System einen wirksamen Schutz und unterstützt Betroffene dabei, einen verantwortungsvolleren Umgang mit Glücksspiel zu finden.
Was ist eine OASIS-Spielersperre?
Die OASIS-Spielersperre ist ein bundesweites Sperrsystem für Glücksspiel in Deutschland. Das System wurde eingeführt, um Spielerinnen und Spieler vor den negativen Folgen eines problematischen Spielverhaltens zu schützen. Ist eine Person gesperrt, dürfen angeschlossene Glücksspielanbieter keine Teilnahme am Glücksspiel ermöglichen. Dazu gehören unter anderem Spielhallen, Spielbanken sowie lizenzierte Online-Glücksspielanbieter.
Das Ziel der Sperre besteht nicht darin, Spieler zu bestrafen, sondern einen Schutzmechanismus bereitzustellen. Besonders Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihr Spielverhalten zu kontrollieren, erhalten dadurch die Möglichkeit, eine längere Spielpause einzulegen und Abstand vom Glücksspiel zu gewinnen.
Welche Arten von OASIS-Sperren gibt es?
Grundsätzlich wird zwischen einer Selbstsperre und einer Fremdsperre unterschieden. Eine Selbstsperre wird von der betroffenen Person freiwillig beantragt. Jeder Spieler kann sich dazu entscheiden, sich selbst vom Glücksspiel auszuschließen, ohne einen besonderen Grund oder Nachweis erbringen zu müssen.
Eine Fremdsperre wird dagegen von einer anderen Person oder einem Glücksspielanbieter angeregt, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine Person durch ihr Spielverhalten gefährdet sein könnte. Eine solche Sperre wird nicht automatisch eingetragen, sondern muss zunächst geprüft werden.
Kann eine OASIS-Sperre sofort aufgehoben werden?
Nein, eine aktive Sperre kann nicht jederzeit sofort aufgehoben werden. Die gesetzlichen Vorgaben sehen bestimmte Mindestlaufzeiten vor, die eingehalten werden müssen. Eine kurzfristige Änderung der Entscheidung ist daher nicht möglich.
Gerade bei einer freiwilligen Sperre soll diese Regel verhindern, dass Spieler eine Schutzmaßnahme aus einem spontanen Impuls heraus direkt wieder rückgängig machen. Die Sperre soll ausreichend lange bestehen bleiben, damit eine bewusste Entscheidung getroffen werden kann.
Kann jeder eine Selbst-sperre beantragen?
Ja, grundsätzlich kann jeder Spieler eine Selbstsperre beantragen. Dafür müssen keine Beweise oder besonderen Gründe vorgelegt werden. Die Entscheidung liegt allein bei der betroffenen Person.
Viele Spieler nutzen diese Möglichkeit, um sich bewusst vor impulsivem Spielen zu schützen oder eine längere Pause vom Glücksspiel einzulegen. Die Selbstsperre ist daher ein wichtiger Bestandteil des persönlichen Spielerschutzes.
Was ist eine Fremdsperre und wann wird sie verhängt?
Eine Fremdsperre wird eingerichtet, wenn konkrete Hinweise darauf bestehen, dass eine Person durch ihr Glücksspielverhalten gefährdet ist. Dabei reicht eine einfache Behauptung nicht aus. Es müssen nachvollziehbare Gründe und entsprechende Anhaltspunkte vorliegen.
Die zuständigen Stellen prüfen die Informationen sorgfältig, bevor eine Sperre eingetragen wird. Dadurch soll sichergestellt werden, dass eine Fremdsperre nur dann erfolgt, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.